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AllFacebook Marketing Conference 2012 in Berlin

AllFacebook Marketing Conference 2012 in Berlin

Die Macher des Blogs allfacebook.de Philipp Roth und Jens Wiese hatten heute nach Berlin geladen, um mit allen beruflich Facebook-Interessierten die neuesten Entwicklungen der größten Social Media-Plattform zu diskutieren. Bekanntlich ist Facebook selbst, trotz nahezu täglicher Veränderungen, nicht sonderlich auskunftsfreudig. Diese Aufgabe übernehmen Philipp und Jens gern mit vielen kompetenten Gastaustoren. Da bei ihnen auch sonst Platz für kritische Anmerkungen ist, lohnt sich der Weg nur noch mehr, regelmäßig vorbeizuschauen. Nun aber genug der Lobhudelei.

Das Konferenz-Programm war vollgepackt mit allem, was für einen Social Media-Manager von Unternehmensseiten auf Facebook relevant ist: vom nebulösen EdgeRank, über GlobalPages bis zur Impressumspflicht. Hinter meinen Erwartungen blieb der Vortrag des sehr eloquenten Joe Morley von Facebook. Bereits der Titel setzte wohl etwas zu hoch an: „What you still don’t know about marketing on Facebook“. Ähm, ja, was soll man dort erwarten? Leider blieb er bei Gemeinplätzen wie

Don’t just build connections, build WITH connections.

Vielleicht liegt die Enttäuschung auch daran, dass allfacebook.de ihren Job in den letzten Jahren zu gut machen.

Wesentlich aufschlussreicher war die vorgestellte Studie „Welche Inhalte in Facebook funktionieren“ von Dieter Rappold von Knallgrau. Knallgrau – da gab es doch irgendeine Verbindung, zum von mir vermuteten ersten deutschsprachigen Blog „Ein verhatschter Jelinek“. Unter diesem Namen hatte eine österreichische Autorengruppe mittels Antville gebloggt. Spuren des Blogs sind leider nur noch mit der Waybackmachine zu finden.
Sachdienliche Hinweise gern an mich! :-)

Also, in jener Studie wurden 100 Consumer- und Retailbrands (zu Deutsch: Konsum- und Handelsmarken) über vier Wochen analysiert. Ihre Facebook-Meldungen wurden anhand der Parameter Likes, Teilen und Kommentare betrachtet und so ein individueller Viralitätsfaktor pro Meldung ermittelt – der Durchschnitt liegt bei 0,23 %. Anhand dieser Daten konnte nun bestimmt werden, welche Inhalte zu welchen Zeiten und mit welcher Häufigkeit am besten funktionierten. Ein Ergebnis: Weniger ist mehr! Je häufiger gepostet wird, desto geringer die Viralität. Das Optimum liegt irgendwo zwischen einem und zwanzig Posts pro Monat und die Meldung sollte maximal drei Zeilen lang sein. Die überaus interessante Slideshow ist hier.

Es durfte natürlich auch das Bullshit-Bingo bei einer solchen Konferenz nicht fehlen. Der Shitstorm ist allseits beliebt, musste sich aber meines Erachtens geschlagen geben: „Ihr versteht den Content!“, „Eine große Brand!“ und „Verwendet gute Assets!“. Warum gerade Agenturen so sprechen müssen, hat mir noch niemand erklärt.
Abschließend war es eine rundum gelungene Konferenz mit echtem Mehrwert. Und ein besonders schönes Fazit zog das Panel „Community“ bei der Frage: Ist Werbung im Newsfeed erlaubt? Die Antwort:

Der Newsfeed ist heilig.

In diesem Sinne.

3 Kommentare
  1. Hi Kristian, danke fürs ehrliche und öffentliche Feedback! Wir haben ein paar ToDo´s für die nächste Konferenz mitgenommen. 😉 – lg Philipp

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